Tai Chi

Neues Gesundheitsangebot beim TUS Wöbbel:

Tai Chi Chuan & Qi Gong: „Fitness aus dem Reich der Mitte“

Tai Chi Chuan- ist das Sport?

Um diese Frage klar zu beantworten – Nein!

Tai Chi Chuan ist eine Kunst- eine Kampfkunst. Kunst ist ein deutsches Wort. Bereits im Althochdeutschen lautete es Kunst (Plural kunsti), im Mittelhochdeutschen Kunst (Pl. Künste). Ursprünglich ist Kunst ein Substantivabstraktum zum Verbum können mit der Bedeutung „das, was man beherrscht; Kenntnis, Wissen, Meisterschaft“. Also Tai Chi Chuan nur als Sport zu bezeichnen, würde dieser Kunst nicht gerecht werden.

Aber was ist eigentlich Tai Chi Chuan?

Das Taijiquan (chinesisch 太極拳 / 太极拳, Pinyin tàijíquán, IPA (hochchinesisch) [tʰâid̥ʑ̥ǐtɕʰɥɛ̌n], W.-G. t’ai chi ch’üan), auch Tai-Chi Chuan, kurz: Tai-Chi oder Schattenboxen genannt, ist eine im Kaiserreich China entwickelte Kampfkunst, die heutzutage von mehreren Millionen Menschen weltweit praktiziert wird und damit zu den am häufigsten geübten Kampfkünsten zählt. In der Volksrepublik China werden einzelne Bewegungsabläufe (sogenannte Formen) aus dem Taijiquan als Volkssport praktiziert. Heute praktizieren mehrere Millionen Menschen auf der ganzen Welt Taijiquan, wobei individuell unterschiedliches Gewicht auf die verschiedenen Aspekte der Kampfkunst gelegt wird. Die meisten praktizieren es überwiegend aus gesundheitlichen Gründen, zur Entspannung oder zur Meditation.

Das Hauptprinzip des Taijiquan ist die Weichheit – der Übende soll sich natürlich, entspannt, locker und fließend bewegen. Beim Üben des Taijiquan gibt es keine Kraft-, Schnelligkeits- oder Abhärtungsübungen, wie die in vielen Kampfsportarten üblichen Bruchtests. Im Gegenteil wird verlangt, dass die Bewegungen möglichst mit einem Minimum an Kraft ausgeführt werden. Anders als bei vielen Kampfkünsten wird das Taijiquan meistens langsam geübt, um die Techniken möglichst korrekt auszuführen. Im Kampf versucht der Taijiquan-Kämpfer, am Gegner zu kleben, also immer im Kontakt mit dem Gegner zu bleiben. Anstatt auf bestimmte Angriffe des Gegners mit bestimmten Kontertechniken zu reagieren, soll der Körper spontan und natürlich reagieren und den Angriffen keinen Widerstand entgegensetzen, sondern stattdessen die Kraft des Gegners ausnutzen und gegen ihn selbst wenden.

In der traditionellen chinesischen Medizin spielen Bewegungsübungen eine zentrale Rolle, die zum Ziel haben, das Qi (Lebensenergie) zu mehren und den Körper und die Meridiane für das Qi durchlässig zu machen. Dazu zählen die verschiedenen Systeme des Qigong, aber eben auch das Taijiquan und die anderen inneren Kampfkünste. Die Übungen werden dabei vor allem vorbeugend zur allgemeinen geistigen und körperlichen Gesunderhaltung des Menschen eingesetzt und weniger zur Behandlung bestimmter Krankheiten oder Beschwerden. Jedoch werden die positiven Auswirkungen der Übungen auf die Gesundheit als wesentlich umfassender angenommen, als etwa in der westlichen Medizin die Auswirkungen von sportlicher Betätigung.

Klinische Untersuchungen der westlichen Medizin haben gezeigt, dass regelmäßiges Praktizieren von Taijiquan diverse positive Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der physischen und psychischen Gesundheit hat, wie beispielsweise auf das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem, das Schmerzempfinden, das Gleichgewicht, und allgemein auf die Körperkontrolle, Beweglichkeit und Kraft. Bei Parkinsonpatienten wurde in einer Studie (New England Journal of Medicine) nachgewiesen, dass die Häufigkeit von Stürzen sich bereits nach 24 Wochen regelmäßigen Tai Chi Übens reduziert hat.

Auch beim TUS Wöbbel gibt es seit dem 10.11.2011 Tai Chi Chuan. Immer wieder kommen Anfragen, ob man jetzt noch mitmachen kann. Die klare Antwort lautet „nein“. Anders als z.B. beim Fußball kann man nicht einfach so in eine feste Gruppe „mal eben“ mitmachen.

Wenn Sie Informationen zu unsere Angebot haben möchten wenden sie sich einfach an uns, per Kontaktformular oder Mail vorstand@tus-woebbel.de.

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